Bild: Antidiskriminierungsbüro Sachsen e.V.
Gemeinsam stärker: Besuch der Koordinierungsstelle beim thadine Fachtag „Inklusive Zivilgesellschaft?“ am 03.09.2025 in Erfurt
Am 4. Fachtag des Thüringer Antidiskriminierungsnetzwerks „thadine“ hat die Koordinatorin des nadis Morena Gutte teilgenommen. „Es war inspirierend zu sehen, wie die Netzwerke in unseren beiden Bundesländern ähnliche Ziele verfolgen und auf vergleichbare Hürden stoßen. Da steckt viel Potenzial in einer engeren Zusammenarbeit.“, so Gutte.
Der Tag stand unter dem Motto „Inklusive Zivilgesellschaft?“. Es gab Input und Austausch darüber, wie Teilhabe und Inklusion in zivilgesellschaftlichen Organisationen für alle möglich gemacht werden kann. Das Thema trifft auch uns in Sachsen direkt: Wir arbeiten an Strukturen, die Diskriminierung verhindern, Barrieren abbauen und Teilhabe wirklich messbar machen.
Zentrale Inhalte waren der Impulsvortrag von Prof. Dr. Sabrina Schramme von der Fachhochschule Nordhausen sowie Workshops von Tintum, Minzgespinst und der Fachstelle Interkulturelle Öffnung der AWO in Thüringen. Die Vielfalt der Perspektiven – von Wissenschaft über Praxis bis hin zu kultureller Öffnung – hat die Debatten bereichert. „Im Fazit wurde deutlich, dass Inklusion als dauerhafter Lern- und Entwicklungsprozess verstanden werden muss, bei dem regelmäßige Reflexion und Anpassung eine zentrale Rolle spielen.“ berichtet Morena Gutte
Was wir für Sachsen mitnehmen können:
- Lernende Netzwerke stärken: Der Tag hat deutlich gezeigt, wie wichtig explizites Lernen aus Erfahrungen anderer ist. Wir sollten den Austausch zwischen Sachsen und Thüringen systematisieren, z. B. durch regelmäßige Dialogformate, gemeinsame Arbeitsgruppen und gemeinsame Fortbildungsangebote.
- Vielfältige Perspektiven nutzen: Die Beiträge von Organisationen wie Tintum, Minzgespinst und der Fachstelle Interkulturelle Öffnung erinnern uns daran, verschiedene Blickwinkel für inklusivere Strukturen zu integrieren.
- Langfristige Teilhabe sichern: Inklusion ist kein einmaliges Event, sondern eine Daueraufgabe. Das bedeutet, dass alle Planungsprozesse, Ressourcen und Kommunikationswege so gestaltet sein müssen, dass Teilhabe dauerhaft gelingt.
- Kooperation als Eckpfeiler: Die Zusammenarbeit mit Thüringen kann unsere gemeinsamen Ziele beschleunigen. Wenn wir Wissen, Erfahrungen und Good Practices teilen, erhöhen wir unsere gemeinsame Wirksamkeit gegen Diskriminierung.
Abschließend stellt Morena Gutte fest: „Inklusion ist eine ständige Lernaufgabe, die weder regional noch institutionell an Grenzen gebunden ist. Der Austausch mit Thüringen hat mir erneut vor Augen geführt, wie viel wir miteinander bewegen können, wenn wir unsere Kräfte bündeln. Ich freue mich darauf, in den kommenden Monaten konkrete Schritte zu planen und die Zusammenarbeit zwischen Sachsen und Thüringen weiter auszubauen. Die Teilhabe aller in unserer Gesellschaft zu ermöglichen, bleibt unser gemeinsames Ziel – heute und in Zukunft.“
Infos zum Netzwerk thadine unter: www.thadine.de