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Das Antidiskriminierungsbüro Sachsen (ADB)

...ist eine zentrale Anlaufstelle im Freistaat Sachsen für alle Fragen zu Diskriminierung aufgrund rassistischer Zuschreibungen, ethnischer Herkunft, Religion und Weltanschauung, des Geschlechts, der sexuellen Identität, des Lebensalters oder Behinderung sowie Mehrfachdiskriminierung.

Diskriminierung ist gesellschaftliche Realität (19.04.2016)

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Angesichts der ersten Ergebnisse der Erhebung „Diskriminierung in Deutschland 2015“ der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) fordert der Antidiskriminierungsverband Deutschland (advd) Konsequenzen für die Antidiskriminierungspolitik.
 
Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) hat heute, 19.04.2016, die ersten Ergebnisse ihrer bundesweiten Erhebung „Diskriminierung in Deutschland 2015“ vorgestellt: Etwa jede_r Dritte gab in der Repräsentativbefragung an, in den letzten 2 Jahren Diskriminierung erlebt zu haben. Mehr als 12.500 Menschen beschrieben im Rahmen einer offenen Befragung eigene Diskriminierungserfahrungen. Geschildert wurden Diskriminierungen aufgrund unterschiedlicher Zugehörigkeiten bzw. Zuschreibungen in sämtlichen Lebensbereichen.
 
„Diese Umfrage ist wichtig. Sie macht Diskriminierung sichtbar und hat Betroffene darin bestärkt, ihre Erfahrungen mitzuteilen. Wir versprechen uns viel von der tiefergehenden Analyse der Daten. Zugleich ist schon jetzt das grundlegende Ergebnis deutlich erkennbar: Diskriminierung ist Alltag - die konstruktive Auseinandersetzung mit Diskriminierung hingegen muss noch entwickelt werden.“ kommentiert Birte Weiß, Vorständin des Antidiskriminierungsverbandes Deutschland (advd).

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Studie zeigt: Knapp jede dritte Person in Deutschland erlebt Diskriminierung (19.04.2016)

Banner ur bundesweiten Umfrage

Fast jeder dritte Mensch in Deutschland hat in den vergangenen zwei Jahren Diskriminierung erlebt. Das ist ein zentrales Ergebnis der umfassenden Erhebung "Diskriminierung in Deutschland", die die Antidiskriminierungsstelle des Bundes in der Bundespressekonferenz in Berlin am 19.04.2016 vorgestellt hat.

„Diskriminierung ist alles andere als ein Nischenthema“, sagte die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Christine Lüders, anlässlich der Vorstellung der Ergebnisse. „Jeder Mensch kann betroffen sein. Es ist also in unser aller Interesse, mit ganzem Einsatz gegen jede Form von Diskriminierung anzugehen.“

Befragt nach Diskriminierungen aufgrund eines der im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz genannten Merkmale (Alter, Behinderung, ethnische Herkunft, Geschlecht, Religion/Weltanschauung, sexuelle Identität), geben in der Repräsentativbefragung 31,4 Prozent der Menschen in Deutschland an, in den vergangenen zwei Jahren Benachteiligungen erlebt zu haben.

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Heft zu Zehn Jahre Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (06.04.2016)

Cover Heft zu 10 Jahre AGG der Bundeszentrale für politische Bildung

Kein Zutritt für Flüchtlinge? Pauschale Einlassverbote für Schwimmbäder oder Diskotheken, wie sie jüngst diskutiert wurden, sind rechtswidrig. Das vor zehn Jahren in Kraft getretene Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) zielt auf den Schutz von Individuen vor „Benachteiligungen aufgrund rassistischer Zuschriebungen oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität“. Dieser Rechtsanspruch gilt nicht nur gegenüber staatlichen Institutionen, sondern auch gegenüber Privaten – wie Schwimmbadbetreibern oder Diskothekenbesitzer_innen.

Im Heft "Aus Politik und Zeitgeschichte" der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) sind u.a. Aufsätze zu Themen wie "Schule ohne Diskriminierung" oder "Medien und Diskriminierung". Ferner hat Doris Liebscher, Vorständin des Antidiskriminierungsbüros Sachsen, in dem Heft eine Zwischenbilanz zu zehn Jahren AGG gezogen.

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