Das Antidiskriminierungsbüro (ADB)
Deutsches Institut für Menschenrechte fordert eine Verbesserung der Klagemöglichkeiten für Antidiskriminierungsverbände
Berlin 25. Januar 2012
Anlässlich der Veröffentlichung des Berichts der EU-Grundrechteagentur zur Umsetzung der EU-Antirassismus-Richtlinie in den 27 Mitgliedstaaten fordert das Deutsche Institut für Menschenrechte eine Verbesserung der Klagemöglichkeiten für Antidiskriminierungsverbände.
"Wir benötigen in Deutschland ein Verbandsklagerecht für Antidiskriminierungsverbände", so Beate Rudolf, Direktorin des Deutschen Instituts für Menschenrechte, "denn gerade in Fällen indirekter und struktureller Diskriminierung ist das Mittel der Individualklage nicht ausreichend. Der Schutz vor Diskriminierung ist eine Herausforderung für die ganze Gesellschaft, seine Umsetzung darf nicht auf Einzelne abgewälzt werden". Auch der Bericht der EU-Grundrechteagentur weise auf die Notwendigkeit hin, Verbandsklagerechte zu schaffen, entsprechende Finanzierungsmöglichkeiten einzuführen sowie Beratungsstrukturen aufzubauen und zu stärken.
Die vollständige Pressemitteilung des Instituts für Menschenrechte können Sie hier nachlesen, folgen Sie dem Link: http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/de/aktuell/news/meldung/archive/2012/january/article/pressemitteilung-deutsches-institut-fuer-menschenrechte-fordert-eine-verbesserung-der-klagemoeglich.html?tx_ttnews[day]=25&cHash=be7e75a863bf65cf797a0946429996baAntidiskriminierungsstelle des Bundes ruft Themenjahr gegen Altersdiskriminierung aus
Berlin, 23. Januar 2012
Gemeinsam mit zahlreichen Prominenten aus Film, Literatur, Musik und Politik beginnt die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) eine Reihe von Veranstaltungen und Aktionen zum Auftakt des Themenjahres "Im besten Alter. Immer".
Die Themen Generationengerechtigkeit und Diskriminierungen aufgrund des Alters werden in unserer älter werdenden Gesellschaft immer wichtiger. Die Diskussionen um die Rente mit 67 sind dafür nur ein Beispiel. Eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) ergab, dass jede(r) fünfte Deutsche schon einmal Altersdiskriminierung erlebt hat - und dies, obwohl Diskriminierung aufgrund des Alters in Deutschland gesetzlich verboten ist.
"Es gibt viele Beispiele für konkrete Altersdiskriminierungen, gegen die wir vorgehen wollen", sagte die Leiterin der ADS, Christine Lüders, am Montag in Berlin. Genau hingesehen werden müsse etwa, wenn in Stellenanzeigen Mitarbeiter für ein "junges, dynamisches Team" gesucht würden, wenn der Antrag einer Seniorin auf Abschluss einer privaten Kranken-Zusatzversicherung abgelehnt werde oder wenn bei einer älteren Patientin eine Reha-Maßnahme verweigert werde mit der Begründung, ihre Arbeitsfähigkeit müsse nicht wieder hergestellt werden.
Nähere Informationen zum Themenjahr gegen Diskriminierung finden Sie auf dieser Webseite: http://www.antidiskriminierungsstelle.de/DE/Projekte_ADS/themenjahr_alter/themenjahr_alter_node.html;jsessionid=42286EF44BAF251F348E4565B72385D1.2_cid103
Die vollständige Pressemitteilung der ADS vom 23. Januar 2012 und die Ergebnisse der Forsa-Umfrage finden Sie auf dieser Webseite: http://www.antidiskriminierungsstelle.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2012/Jahr-gegen-%20Altersdiskriminierung-Auftakt-20120123.htmlOberlandesgericht Stuttgart bestätigt Diskriminierung an der Diskotür
Berlin, 12. Dezember 2011
Am 12. Dezember 2011 wurde das Urteil des Oberlandesgericht (OLG) Stuttgart zur Klage eines jungen Mannes aus Reutlingen verkündet, der im November 2010 wegen seiner Hautfarbe an einer Diskotür abgewiesen wurde. Eine Diskriminierung wurde abermals bestätigt und eine Entschädigung zugestanden.
Die vollständige Pressemitteilung des Büros für Gleichstellung (BUG) können Sie hier herunterladen:Spiegel Online: Diskriminierung am Disco-Eingang - 18-Jähriger bekommt 900 Euro Entschädigung
12. Dezember 2011
Ein junger Mann wird vor einer Discothek mit der Begründung abgewiesen, es seien "schon genug Schwarze drin". Ein Richter erkannte die Diskriminierung, verwehrte aber eine Entschädigung. In zweiter Instanz entschied ein Gericht nun anders.
Den vollständigen Artikel können Sie auf Spiegel Online nachlesen, folgen Sie dem Link:http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,803258,00.html