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Antidiskriminierungsbüro Sachsen -  http://www.adb-sachsen.de

Postkartenkampagne „Alltagsrassismus“

Im Frühjahr 2006 initiierte das Antidiskriminierungsbüro (ADB) die Postkartenkampagne „Alltagsrassismus“. Diese Kampagne fand im Rahmen der jährlich veranstalteten Internationalen Woche gegen Rassismus, begleitet von einer Podiumsdiskussion statt. Die Podiumsdiskussion „Alle anders – alle gleich? Alltagsrassismus als gesellschaftliche Herausforderung“ wurde vom ADB in Kooperation mit der Stadt Leipzig veranstaltet.


Fotos: Betty Pabst Fotografie
Die Postkartenkampagne "Alltagsrassismus" ist von Betty Pabst fotografiert worden.  
www.bettypabst.de


Alltagsrassismus ist, wenn die Herkunft bestimmt, welchen Job du bekommst.



Alltagsrassismus heißt, dass fremd ist, wer nicht weiß ist.


Alltagsrassismus beginnt, wo die Achtung der Intimsphäre von der Hautfarbe abhängt.



Alltagsrassismus kann auch ganz nett daherkommen: wenn du glaubst, nur wer dir auf´s Haar gleicht, spricht auch deine Sprache.


Anliegen der Kampagne sowie der Podiumsdiskussion war, Phänomene des Rassismus jenseits rechter Gewalt in den öffentlichen Blick zu rücken und einen öffentlichen Diskurs anzuregen. Alltagsrassismus zeichnet sich durch die Übernahme rassistischer Denk- und Handlungsformen in Situationen des Alltags aus. Oftmals werden rassistische Vorurteile und Klischees benutzt ohne hinterfragt zu werden. Sie sind so landläufig, dass ihr Gebrauch als normal gilt.

Die vier gewählten Postkartenmotive zeigen darum Menschen nichtweißer Hautfarbe in Situationen, in denen sie mit dem ganz alltäglichen Rassismus konfrontiert werden.
Die Postkarten wurden im gesamten Gebiet der Stadt Leipzig verteilt. Auf Wunsch können einzelne Karten bei Übernahme der Portokosten zugesandt werden.